Nadelepilation

Die Nadelepilation ist das älteste Verfahren in der permanenten Haarentfernung. Sie wurde 1875 erfunden und bis heute stetig weiterentwickelt. Anders als beim Laser oder der IPL-Haarentfernung wird nicht flächig gearbeitet, sondern jedes Haar einzeln entfernt. Dies geschieht über eine kleine Sonde, die durch den Haarkanal bis an die Haarwurzel eingeführt wird, um dort mit einem kleinen Stromimpuls die Wurzel zu veröden. Dies kann mit hochfrequentem (Thermolyse) oder Gleichstrom (Blend, Electrolyse) erfolgen. Durch die Behandlung jedes einzelnen Haares, ist die Nadelepilation bei vielen Haaren relativ aufwändig. Der Vorteil des Verfahrens liegt jedoch darin, dass jede Haarfarbe gleichgut behandelt werden kann. Anders als bei den Photoepilationssystemen (Laser, IPL) können vor allem auch blonde, rote und graue Haare dauerhaft verödet werden. Wichtig für den Erfolg der Behandlung ist neben einem guten Epilationsgerät vor allem das handwerkliche Geschick der Elektrologistin. Es ist eine sehr grazile Arbeit, die extrem feine Sonde (ungefähr so dick wie das Haar) durch den Haarkanal, bis an die Haarwurzel zu führen, um dort den Strom abzugeben. Bei einer guten Elektrologistin ist dieser Vorgang kaum zu spüren und man fühlt nur eine leichte Erhitzung am Haar bei der Stromabgabe.

Die Kosten der Nadelepilation hängen von der Menge der Haare ab. Berechnet wird die reine Arbeitszeit in Minuten, wobei die Minutenpreise zwischen 1-4 EUR schwanken. Jemand mit Erfahrung schafft ungefähr zwischen 100 und 400 Haare pro Stunde. Genau wie bei der Photoepilation sind nur ca. 30% der behandelten Haare dauerhaft verödet, der Rest der Haare kommt nach einer bestimmten Zeit zurück. Dies liegt darin begründet, dass alle Haare unterschiedlichen Lebensphasen unterliegen und nur die Haare in der Wachstumsphase (ca. 30%) verödet werden können. Da es von aussen nicht erkennbar ist, in welcher Phase sich das Haar befindet, müssen erstmal alle Haare behandelt werden, wovon dann ca. 70% zurückkommen und wieder behandelt werden müssen. Hinzu kommt bei der Nadelepilation, dass die Haare etwas über der Haut stehen müssen, um sie behandeln zu können. Da die Haare in unterschiedlichen Zyklen wachsen, ist leider immer nur ein Teil der Haare wirklich an der Oberfläche sichtbar und der Rest liegt unter der Haut. Im Gesicht ist es nur ca. 1/10 der Haare, die sichtbar sind. D.h. die Menge der Haare ist deutlich mehr, als wir auf den ersten Blick sehen können. Da die Photoepilationssysteme auch die Haare unter der Haut veröden können, ist die Häufigkeit der Sitzungen bei der Nadelepilation dementsprechend höher.

Für eine möglichst effektive und kostengünstige Epilation muss von daher abgewegt werden, welche Behandlung am sinnvollsten ist. Häufig ist es eine Mischung aus Nadelepilation und Laser oder IPL-System. Solange dunkle und kräftige Haare vorhanden sind, kann mit der Photoepilation kostengünstig und schnell gearbeitet werden. Wenn jedoch nur noch dünnere, helle, graue oder rote Haare vorhanden sind, sollte die Nadelepilation eingesetzt werden.

Laserepilation

Die Laserepilation arbeitet mit energiereichen Lichtimpulsen einer bestimmten Wellenlänge, je nach Lasertyp, die das Haar dauerhaft veröden. Die nach vielen Forschungsergebnissen optimale Wellenlänge zur Epilation liegt um die 800 Nm. Es gibt vier Laser die zur Enthaarung eingesetzt werden: Rubin-, Alexandrit-, Dioden- und ND:YAG Laser. Als reine Enthaarungslaser sind jedoch nur der Alexandrit- und der Diodenlaser konstruiert. Sie liegen im optimalen Wellenlängenbereich um die 800 Nm. Der Rubinlaser mit 694 Nm und der ND:YAG Laser mit 1064 Nm werden nur bedingt für die Enthaarung eingesetzt, ihre Stärke liegt mehr im Bereich der Tatoo- oder Besenreiser-Entfernung.

Die Laserepilation wirkt, wie auch die IPL-Epilation, durch die Absorption der Lichtenergie im Haar. Die Wellenlänge des Lichtes bestimmt dabei das Farbspektrum des Zielgewebes. Wellenlängen um die 800 Nm reagieren auf dunklere Brauntypen und schwarz, alle anderen Farben bleiben unangetastet. Voraussetzung für eine erfolgreiche Laserepilation ist demnach ein dunklerer Haartyp auf hellerer Haut, damit der Kontrastunterschied zur selektiven Erhitzung des Haares genutzt werden kann, denn das absorbierte Licht wird in Wärme umgewandelt.

Eine permanente Haarentfernung setzt voraus, dass der Haarfollikel inkl. seiner Versorgung durch die Haarpapille zerstört wird, damit kein neues Haar mehr nachwachsen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Haarwurzel auf mindesten 68°C erhitzt werden, damit das Gewebe denaturiert. Für eine erfolgreiche Behandlung ist neben einer guten Technik auch ausreichend Erfahrung erforderlich, denn jeder Patient bringt unterschiedliche Voraussetzungen für eine Laserepilation mit. Dabei spielen Hautfarbe, Haarfarbe, Haardurchmesser und Tiefe des Haarfollikel eine große Rolle. Nur bei richtigen Parametern erfolgt ein ausreichendes Absorptionsverhalten an der Haarwurzel, so dass die Epilation auch dauerhaft ist.

Die Laserepilation wird seit 1996 eingesetzt und ihre Wirksamkeit konnte bisher durch viele Studien bestätigt werden. Die bekanntesten Geräte sind dabei der LightSheer Laser, MedioStar, GentleLase und Apogee-Laser.Laserepilation